Der Naturnagel besteht aus drei Schichten und ist aus ca. 100-150 unregelmäßig, übereinander liegenden Hornzellen aufgebaut. Die Bildung des Nagels geschieht in der Nagelwurzel (Matrix), einem in der Nageltasche liegendem Gewebe, das an den sichtbaren halbmondförmigen Teil der Nagelplatte anschließt. Während der Nagel über den Halbmond wächst, setzt der Härtungsprozess ein. Das unter dem Halbmond liegende Gewebe ist hier dicker, da es die darunter liegenden Blutgefäße verbirgt.
Ein Halbmond ist immer vorhanden, wenn auch verschieden ausgeprägt und nicht immer sichtbar.
Der Nagel wächst das ganze Leben ohne Unterbrechung, sofern nicht krankhafte Einwirkungen dieses verhindern. Dabei nimmt die Wachstumsintensität mit zunehmendem Alter ab.
Das monatliche Nagelwachstum beträgt ca. 2-5 mm. Abhängig jedoch von Ernährung, Durchblutung, Belastung und Pflege. - Eine komplette Nagelerneuerung dauert etwa 3 bis 6 Monate.
Der Nagel des Mittelfingers wächst am schnellsten, der kleine Fingernagel am langsamsten. Dermatologen haben festgestellt, dass bestimmte Tätigkeiten wie Schreibmaschine schreiben oder Klavier spielen, das Wachstum zusätzlich stimulieren. Ebenso wachsen die Nägel an der dominanten Hand schneller, da die Nagelwurzel hier besser durchblutet wird.
Das Nagelhäutchen liegt schützend über Nagelfalz und Nagelwall und verhindert das Eindringen von Bakterien und Schmutzstoffen. Es darf deshalb niemals geschnitten werden. Deshalb immer nur ganz vorsichtig mit einem Manikürstäbchen zurück schieben.
Der Nagel atmet nicht sondern ist einzig von der Blutzirkulation abhängig.
Die Nagelplatte besteht aus drei Hornschichten, wobei jede Schicht eine eigene Zellstruktur besitzt. Die obere Schicht ist die Härteste, reich an Calcium und verhorntem Keratin, und schützt das gesamte Nagelbett vor Umwelteinflüssen. Die mittlere Schicht besteht aus Weichkeratin, ist mit der obersten Schicht verbunden und gehört zum empfindlichen Teil. Die untere Schicht besteht aus sehr weichem Nagelbettkeratin und ist hochempfindlich.
Die Geschichte der künstlichen Fingernägel nimmt weit früher ihren Anfang, als man vielleicht annimmt. Bereits Cleopatra modellierte sich Nägel aus Porzellanpulver, die sie mit einer kleberartigen Flüssigkeit befestigte.
Danach finden sich künstliche Fingernägel zur Zeit der Ming-Dynastie (1268-1644) in China wieder. In diesem Fall waren es die noblen Herren, die ihre Nägel mit Reispapier, Seide oder Porzellanpulver verstärkten.
Der konkrete Versuch Kosmetik für schöne und gepflegte Nägel zu entwickeln begann eher kurios:
Mitte der 20er Jahre brachte die Erforschung von Autolack gleichzeitig die Entwicklung von lang haftendem Nagellack mit sich. Filmstars wie Marlene Dietrich machten daraufhin knallrote und pinkfarbene Nägel zu einem Trend. Dabei wurde bei der so genannten „Moon-Manicure“, oder den „Gatsby-Look“, nur die Mitte des Nagels rot oder pink bemalt, während das Nagelmöndchen und der Nagelrand ungefärbt blieben.
Der erste künstliche Fingernagel, „Nu Nails“ genannt, kam 1934 auf den Markt und wurde von einem Zahnarzt aus Chicago entwickelt. Damit schenkte er Menschen, die an ihren Nägeln kauten, die Möglichkeit zu perfekt aussehenden Händen.
Mitte der fünfziger Jahre produzierte die Hollywood Traumfabrik Perfektion bis zu den Fingerspitzen. - Auf den Materialien von Zahnprothesen basierend, entstanden künstliche Fingernägel aus Acryl. Eine rasch trocknende, zwei Komponenten-Masse wurde über eine Schablone gespachtelt und geformt, mühsam mit einer Schleifmaschine geschliffen und poliert. Spätestens nach 14 Tagen wurde aufgefüllt.
Um eine Haftung zu erzielen, musste der Naturnagel aufgeraut werden. Eine Grünfärbung der eigenen Nägel war keine Seltenheit, da Bakterien, Pilzsporen und Feuchtigkeit nie sachgemäß entfernt wurden.
Die moderne Art der Modellage von künstlichen Fingernägeln begann Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre in den USA. Erst gegen Ende der 70er schwappte es nach Europa über.
1974 erfand Dr. Nordström von „Creative Nail Design“ eine völlig neuartige Technologie für die Modellage künstlicher Fingernägel. –
Die Monomere des neuen Kunststoffes bilden eine gitterartige Kreuzstruktur, wodurch der Kunststoff weitaus widerstandsfähiger wurde. Zusätzlich sind die Nägel nun Lösungsmittel beständig und Farbstabil.
Alle heutigen Kunststoffe sind auf dieser Basis aufgebaut. Anfang der 80er Jahre entwickelte man schließlich das System der Lichthärtenden Kunststofftechnik.
Für die moderne Frau von heute ist es selbstverständlich, dass zu einem gepflegten Äußeren eine perfekte Maniküre, oder modellierte Nägel dazu gehören. - Hierfür sind wir für Sie da.